Montag, 12. Juli 2010
Es ist wieder mal.....WK-Zeit!
Nicht, dass auf filmorakel.ch in letzter Zeit einiges los gewesen wäre - doch dürften auch die nächsten vier Wochen kaum irgendwelche Beiträge auf dieser Seite veröffentlicht werden...
Euer aller Oli muss mal wieder das Land verteidigen und verabschiedet sich bis zum 8.8. an den Bodensee! Ich hoffe auf einen ähnlich witzigen WK wie letztes Jahr und bin guter Dinge, eine durchaus positive Zeit vor mir zu haben.
Ich wünsche euch allen einen tollen Sommer und bis im August dann wieder!
Mittwoch, 16. Juni 2010
Gewinnspiel zum Karate Kid Remake
Tickets für die Premiere der Klassiker-Neuverfilmung mit Jaden Smith und Jackie Chan gewinnen?
Das könnt ihr auf der Seite meiner guten Freunde von moviepilot.de!
Montag, 24. Mai 2010
Filmjahresliste 2010
Mittwoch, 21. April 2010
Der Schlaf der (un)gerechten auf filmorakel.ch...

Vorab: Mir gehen die Ausreden langsam aus.
Ja, ich habe schon seit über einem Monat keinen einzigen Eintrag mehr veröffentlicht. Warum? Nun, ich könnte damit anfangen, dass ich mich momentan im Umzugsstress befinde und deshalb kaum Zeit finde. Oder euch die Ohren damit volleiern, dass ich Prüfungsfälle für die kaufmännischen Lehrabschlussprüfungen vorbereiten muss. Oder die noch immer laufenden Playoffs im Schweizer Eishockey erwähnen...
Sind aufgrund dieser Aspekte meine Leser nun weniger enttäuscht? Natürlich nicht. Und das stinkt mir gewaltig.
Ich werde jetzt nicht mit grossen Versprechungen um mich werfen - ich weiss nicht, ob ich sie einhalten könnte. Ich kann euch lediglich zusichern, dass ich mir Mühe geben werde, wieder vermehrt Filmkritiken zu schreiben und dass mir das Fortbestehen der Seite sehr am Herzen liegt.
Nun bringe ich erstmal den Umzug über die Bühne - und dann steht eine eigentlich bereits fertig geschriebene Filmkritik zum "Texas Chainsaw Massacre" in den Startlöchern...
Donnerstag, 25. Februar 2010
Love Exposure 10/10
| Titel: | Love Exposure |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Herstellungsland: | |
| Genre: | Drama, Liebe/Romantik |
| Regie: | Sion Sono |
| Darsteller: | Takahiro Nishijima, Hikari Mitsushima, Sakura Ando |
| Laufzeit: | 237 Min. |
| Altersfreigabe: | 16 |
| Kaufen: | amazon.de |
| Links: |
Yu ist eigentlich ein braver Schüler, der um die Aufmerksamkeit seines Priester-Vaters jedoch mit kleineren und größeren begangenen Sünden buhlt. Vor allem sexuelle Entgleisungen scheinen dem Vater Zuneigung zu entlocken. Als er bei einem seiner voyeuristischen Streifzüge auf seine große Liebe Yoko trifft, wird es kompliziert: Sie ist die Tochter der Affäre seines Vaters, die von nun an mit ihm unter einem Dach lebt. Als seine ganze neue Familie von einer wahnsinnigen Sekte gekidnappt wird, beginnt für Yu der große Kampf um seine Liebe.
Ich mag lange Filme, doch bei einer Laufzeit von sage und schreibe 237 Minuten werde auch ich skeptisch. Oftmals bringt ein derart optimistischer Zeitansatz lediglich Monotonie, Langeweile sowie beginnende Müdigkeitserscheinungen mit sich. Ist „Love Exposure“ also zu einem moderaten Schlafmittelchen verkommen? Die klare Antwort: Nein, ganz und gar nicht…
Inhaltlich gesehen, hat uns der japanische Regisseur Sion Sono mit Filmen wie „Suicide Club“ oder „Strange Circus“ schon das eine oder andere Mal ziemlich kalt erwischt. Dementsprechend durfte man auch beim hier besprochenen „Love Exposure“ ein recht skurriles Machwerk erwarten. Und siehe da, der Gute Sion Sono hält, was er verspricht.
Dem Zuschauer wird eine Story aufgetischt, die vor Ideenreichtum nur so trieft. Fast ständig überschlagen sich die Ereignisse, allerdings ohne dass der für diese Laufzeit enorm wichtige rote Faden verloren geht. Die in Kapiteln aufgebaute Geschichte wird immer wieder aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt. So lernt man die Figuren kennen, man lernt sie lieben, man lernt sie hassen. Und wenn die ersten 50 Minuten vergangen sind – wird der Filmtitel eingeblendet… Bemerkenswert.
So zieht „Love Exposure“ seine wundervolle Handlung von Höhepunkt zu Höhepunkt – und nach vier Stunden ist man traurig, dass alles schon vorbei ist…
Die Story ist höchst interessant, fantastisch erzählt und fesselnd aufgebaut. Ich bin schlichtweg begeistert!
Um die wahnsinnig anspruchsvollen Rollen der Hauptcharaktere über eine Laufzeit von vier Stunden überzeugend darzustellen, braucht es natürlich äusserst talentierte Schauspieler. Und auch in diesem Punkt hat Sion Sono nicht ins Klo gegriffen.
Eigentlich wurden sämtliche Rollen sehr überzeugend besetzt, allerdings stechen in diesem hochstehenden Cast dann doch zwei Namen heraus:
Takahiro Nishijima beweist in seiner Interpretation des Hauptprotagonisten „Yu“ eine grandiose Wandlungsfähigkeit. Zuerst der brave Kirchenjunge, dann der Grossmeister aller Perversen, und zum Ende noch der geistesgestörte Irre mit dem Samurai-Schwert. Wundervoll.
Was uns aber Hikari Mitsushima als „Yoko“ aufs Parkett zaubert, ist schlicht und ergreifend weltklasse. Einfach unglaublich, welche Präsenz die junge Schauspielerin in so ziemlich jeder Szene ausstrahlt. Und die Szene am Meer, über Yu kniend, die Bibel zitierend – ich bin sprachlos. Einfach…magisch. Und ach ja, by the way, verflucht ist die hübsch!!
Auf den technischen Teil möchte ich natürlich ebenfalls sehr gerne eingehen, selbst wenn es in diesem Punkt eher weniger zu erzählen gibt. Eigentlich verzichtet der Film weitgehend auf Spezialeffekte, und greift er zum Beispiel in Gewaltszenen doch in die Trickkiste, dann sieht das Ganze sehr ansprechend aus. Sehr hübsch gewählt sind die abwechslungsreichen Kulissen, Regisseur Sion Sono hat für seinen epischen Film ziemlich viele Schauplätze ausgewählt. Bei einer der hier gebotenen Film-Überzeit mit Sicherheit kein Fehler.
Besonders erwähnenswert ist der geniale Soundtrack. Je nach Situation wechselt die musikalische Untermalung von Pop zu Klassik, dann eine Prise Funk, und wenn es sein muss, gerne auch ne Prise Rock. „Love Exposure“ zieht auch hier alle Register.
Fazit: Ich mochte Sion Sonos Filme schon immer. So diente „Suicide Club“ gar als Einstiegsdroge in meine bis heute anhaltende Film-Manie. Doch mit „Love Exposure“ hat Sion Sono meine Erwartungen bei weitem übertroffen, ich bin tatsächlich hin und weg. Der Film fesselt von der ersten bis zur letzten Minute und packt den Zuschauer nicht selten auch bei seinen Gefühlen. Zweifelsohne fliesst „Love Exposure“ nicht im Mainstream mit, doch wer wissen will, was die Faszination „Film“ wirklich ausmacht, kommt eigentlich nicht an diesem Streifen vorbei. Eine wahre Perle für Cineasten.
Es ist ziemlich selten, dass ich einem Film die volle Punktzahl zuspreche. Doch wie könnte ich einem Film, der mich geballte vier Stunden aus den Socken gehauen hat, nicht die Krone aufsetzen? Ich kann es nicht. Und darum kann es für dieses Meisterwerk nur eine Wertung geben.
Und ich muss gestehen, ich bin mir nicht mehr so sicher, ob „Oldboy“ wirklich mein uneinholbarer Lieblingsfilm ist…
„Love Exposure“ ist wild, schräg, schrill und bunt. Teils romantisch, manchmal erotisch. Dann tieftraurig, dazu gespickt mit roher, blutiger Gewalt. Religiös, ja Sektenhaft. Und laut. Und schnell. Und vor allem: Ein beeindruckendes Meisterwerk.
Komplettübersicht
Alle Filmkritiken in der Übersicht
Samstag, 6. Februar 2010
Das schwarze Herz 7/10
| Titel: | Das schwarze Herz |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Herstellungsland: | |
| Genre: | Thriller, Drama |
| Regie: | Michael Cuesta |
| Darsteller: | Josh Lucas, Lena Headey, Brian Cox |
| Laufzeit: | 89 Min. |
| Altersfreigabe: | keine Jugendfreigabe |
| Kaufen: | amazon.de |
| Links: |
Terry ist alleinstehender Vater, der sich um seine zehnjährige Tochter kümmert während sich sein Körper von der kürzlich erfolgten Herztransplantation erholt. Das Spenderherz wird vom Körper gut angenommen, doch bald beginnen seltsame Dinge zu passieren! Das Herz birgt ein dunkles Geheimnis und führt ihn auf einen gefährlichen Rachefeldzug. Er muss das Rätsel lösen, doch die Zeit rennt ihm davon...
Ja, das Cover ist nett. Auch die teils blutigen Bilder auf der Rückseite, sie machen Lust auf mehr. Die Inhaltsangabe lässt auf einen durchaus spannenden, aber nicht allzu anspruchsvollen Film für Zwischendurch vermuten. Kann „Das schwarze Herz“ die erwähnten Erwartungen erfüllen? Die Antwort lautet wie so oft: Teilweise.
Die Handlung des Filmes liefert – wie erwartet – eher Durchschnittskost. Der Geschichte liegt zwar ein deutlich erkennbarer roter Faden zugrunde, allerdings wirkt dieser über weite Strecken ziemlich blass. Bis auf das teilweise etwas merkwürdige Verhalten einiger Protagonisten wird dem Zuschauer über weite Strecken wenig Überraschendes geboten. So ist die Story zwar im Kern solid, aber ohne besonderen Ambitionen nach oben. In gewissen Momenten wird versucht an der Härteschraube zu drehen, wobei es allerdings meistens beim Versuch bleibt: Der Film liefert keine schwere Kost.
An einem Punkt kann der Aspekt „Handlung“ dann aber doch punkten: Beim Ende. Die Pointe wird für einmal wirklich gut getroffen und passt wie die Faust aufs Auge. An dieser Stelle ein wohlverdientes „Bravo“!
Technisch gibt es wenig zu bemängeln. Die spärlich eingesetzten Spezialeffekte überzeugen, und wenn’s schwieriger wurde, hat man einfach gänzlich auf die Effekte verzichtet (Stichwort Zugszene). Das ist immer noch besser, als dem Zuschauer irgend nen Murks vor den Latz zu knallen. Der Rest ist eher Standard: Keine wilden Kamerafahrten, wenig Sounduntermalung, keine Schnitt-Spielereien… Dafür durchwegs solides, ehrliches Handwerk.
Beim Casting hat man ebenfalls keine überbordenden Fehler begangen. Die Darsteller erfüllen weitgehend ihre Aufgabe, auch wenn das Verhalten der Akteure wie erwähnt nicht immer ganz nachvollziehbar ist – doch dafür kann der Schauspieler ja nichts. Den Oskar wird wohl keiner kriegen, doch vor der goldenen Himbeere muss ebenfalls niemandem Angst und Bange werden.
Was soll ich sagen? Man merkt es mir an, ich war nicht gerade begeistert. Aber auch nicht entsetzt. Es ist eine Seltenheit, doch für einmal sind meine Erwartungen an das Produkt und das anschliessend gelieferte Resultat ziemlich deckend. „Das schwarze Herz“ ist Durchschnittsware, welche aber problemlos über 82 Minuten unterhalten kann. Man darf bloss ja nicht mehr erwarten…
Normalerweise gäbe es an dieser Stelle kein vernünftigeres Fazit als 6 Punkte, doch für das wirklich gelungene Ende möchte ich dann doch einen Zusatzpunkt vergeben – das Ende passt einfach!
Milder Psycho-Thriller ohne besonderen Stärken – und ohne erwähnenswerten Schwächen. Für „so nebenbei“.
Samstag, 9. Januar 2010
I sell the Dead 5/10

Das Filmjahr 2010 hat sehr enttäuschend angefangen, die Höchstwertung liegt momentan bei einer mageren Sieben (Election).
Diese negative Entwicklung wird auch durch den hier kurz erwähnten "I sell the Dead" beeinflusst.
Kaum Ideen, wenig überzeugende Effekte oder Masken, durchschnittliche Schauspieler und nerviger Score.
Tja, ich kann eigentlich nur abraten, wer aber diese Durchschnittskost trotzdem versuchen möchte, bitte sehr:
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