Carnosaurus 2/10

Carnosaurus 2/10

carnosaurusposterEin ebenso geniale wie skrupellose Wissenschaftlerin verändert mit manipulierten Hühnereiern die menschliche Gen-Struktur. Kurze Zeit später bringen Frauen dicke grüne Eier auf die Welt, aus denen Saurier schlüpfen. Ein Prototyp dieser neuen Erdenherrscher entkommt dem Labor, es ist ein fleischfressender Tyrannosaurus Rex…

Trashtime beim Filmorakel! Im Moment scheinen mich diese Filme tatsächlich zu verfolgen. Gerade erst „The Machine Girl“ verflucht, schon brennen sich die Gummidinos von „Carnosaurus“ in meine Pupillen – und es schmerzt schon wieder…

Im Prinzip ist es ein hoffnungsloses Unterfangen, bei einem solchen Film nach einer „Story“ zu suchen. Der im Inhalt erwähnte Covertext sagt mehr als tausend Worte: Aus Hühnereier schlüpfende Dinosaurier fressen sich fröhlich durch die Gegend und schon kurze Zeit später gebären Frauen grüne Dino-Rieseneier. Yeah, right. Noch irgendwelche Fragen?
Selbstverständlich bewegen sich auch die Dialoge auf dem selben Niveau wie der hanebüchene Plot, es ist wirklich selten dämlich, was den Protagonisten von den Lippen fällt. Teilweise wird das Ganze derart bescheuert, dass man wirklich nur noch lachen kann. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Film ab 3-4 Bier wunderbar als Partystreifen funktioniert – allerdings ist dieser Mist im nüchternen Zustand nur sehr schwer zu ertragen.
Ok, die Geschichte kann man also schmeissen. Retten wir uns also mit den gut gemachten Dinos und Effekten? Weit gefehlt! Die Gummidinger sehen total beknackt aus, besonders in Bewegung sind sie wirklich ein unfreiwilliger Brüller. Ganz geil die Szene, in der unser Dino an einem abgetrennten Bein herumkaut – beinahe unvergessliche Einstellung, welche ihr euch ansatzweise HIER runterladen könnt (2.8 MB)! Überraschenderweise sind die Splattereinlagen gar nicht mal soooo schlecht, jedenfalls sind sie mit Abstand das Beste, was der Film zu bieten hat.
Nicht sonderlich erwähnenswert die Schauspieler, weder positiv noch negativ. Alles ziemlich routiniert, aber natürlich verrecken die Darsteller an ihren Dialogen. Es würde mich wirklich mal interessieren, mit welcher Motivation ein Schauspieler bei einem solchen Scheissdreck mitmacht. Das Geld kann es eigentlich nicht sein, der entstandene Imageschaden dürfte kaum messbar sein!

Ich mag nicht mehr über „Carnosaurus“ berichten, deshalb schon jetzt mein hier fast unnötiges Fazit: „Carnosaurus“ entstand beinahe zeitgleich mit „Jurassic Park“ und die Unterschiede könnten kaum grösser sein. Ich erzähle euch hier von einem bestenfalls C-Film, der grundsätzlich überhaupt keine Daseinsberechtigung hätte. Vielleicht ist das auch genau der Grund, weshalb mir schon jetzt vor dem zweiten Teil grault – den ich mir selbstverständlich ebenfalls geben werde… Ihr wisst ja: Filmorakel & Trashfilm, eine niemals endende Hassliebe. Denn selbst hier muss ich irgendwie dann doch gestehen: Der Film ist totaler Müll, doch unterhalten hat er mich dann halt trotzdem irgendwie…

Nur für euch, liebe Leser, begebe ich mich immer wieder in die absoluten Tiefen der Filmkunst. Ich hoffe ihr wisst das zu schätzen! 😉

Äusserst trashiger Gummidino-Horror mit 2-3 netten Splattereinlagen und haufenweise unfreiwilliger Komik. Selten dämlich und wirklich nur C-Movie-Anhängern zu empfehlen.

2von10

 

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