
| Titel: | Avalon |
| Produktionsjahr: | 2001 |
| Herstellungsland: |  |
| Genre: | Science-Fiction |
| Regie: | Mamoru Oshii |
| Darsteller: | Malgorzata Foremniak, Wladyslaw Kowalski, Jerzy Gudejko |
| Laufzeit: | 102 Min. |
| Altersfreigabe: | FSK 12 |
| Kaufen: | amazon.de |
| Links: |   |

Ash ist Profispielerin des illegalen Cyberspiels „Avalon“, jeden Tag verbringt sie Stunden in der virtuellen Welt und verdient damit gar gutes Geld. Ihre Verbundenheit zum Spiel ist eine regelrechte Flucht aus der Realität, welche völlig an ihr vorbeizugehen scheint. Für Ash gibt es nur eine reale Welt, die Welt von „Avalon“.
Eines Tages erfährt Ash von einem speziellen Level, der nur für die besten Spieler überhaupt reserviert ist, der „Special Class A“ Level. Jeder der bisher auf diese Stufe hochstieg erlitt einen tiefen Fall und trug die Konsequenzen in der Wirklichkeit – wie etwa Ashs alter Freund Murphy, der seither in einer Art Wachkoma liegt.
Doch selbst diese Warnung kann Ash nicht davon abhalten, die Herausforderung anzunehmen und in die höchste Stufe der Welt von „Avalon“ einzutauchen. Doch hierfür muss sie erstmal einen Weg in diesen Level finden. Dafür gibt sie gar ihren Status als Einzelkämpferin auf und macht sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe auf die Suche nach dem Zugang zur Stufe „Class A“...


Jep, ich mag Cyberpunk. Dies wäre eigentlich schon mal die Grundvoraussetzung für einen wundervollen Abend in der Welt von Avalon, denn Covertext sowie Bildtafeln hinterlassen einen guten Eindruck und wecken Erinnerungen an meinen persönlichen Genre-König „Casshern“. Dazu gesellt sich die Tatsache, dass die Affiche „Japanisch-Polnische Co-Produktion“ nach einer äusserst abenteuerlichen Angelegenheit klingt! Also wagen wir uns vor, in die digitale Wunderwelt von Avalon...
Sofort befinden wir uns auf dem Schlachtfeld, Panzer rollen über eine Wiese, Bomben fallen vom Himmel. Durch die Strassen einer in Nebel eingehüllten Stadt rennen Menschen mit Gewehren umher, der Klang von Mündungsfeuer hallt durch die Gassen. Eine mysteriöse Frau schleicht sich an und vernichtet dann alles, was sich ihr in den Weg stellt – der Film beginnt sehr verheissungsvoll, wenn auch nicht unbedingt mit der erwarteten digitalen Aufarbeitung.
Dann geht es allerdings ziemlich schnell Bergab: Der Film fällt in eine sehr lange Phase tiefer Belanglosigkeit, die Story ist schlichtweg langweilig. Die düstere Grundstimmung, welche am Anfang sehr stimmig daherkam verkommt mit zunehmender Dauer des Filmes ebenfalls zu einer mühsamen Nebenerscheinung, da wäre deutlich mehr Abwechslung wünschenswert gewesen. Und mal ehrlich: Um einen technisch hochstehenden Film glaubhaft rüberzubringen bedarf es mehr als einen dauerhaften Gelbfilter. Einzig gegen Ende des Film findet ein Stilwechsel statt – beinahe wäre ich deswegen sogar aufgewacht!
Schauspielerisch gibt es eigentlich nicht viel zu beanstanden, selbst wenn die mir gänzlich unbekannten Figuren an manchen Stellen etwas unmotiviert wirken. Doch will ich mich deshalb wirklich nicht beklagen, denn letztendlich passt es ja zu diesem Film wie die Faust aufs Auge.
Ich musste lange suchen, um einen wirklich durchwegs positiven Punkt in diesem Film zu finden. Doch es ist mir gelungen! Der Score ist sehr gut getroffen, der Chor am Ende des Filmes ist beeindruckend. Auch sonst passt Soundkulisse immer zum Gezeigten, hier wurde gute Arbeit geleistet.
Ich schliesse gerne mit einem Fazit ab, deshalb erlaube ich mir auch an dieser Stelle das eine oder andere Zusatzwort:
„Avalon“ hat gute Ansätze, hätte mit durchdachter Story grossartiges Entertainment werden können. Leider verpuffen all diese Ansätze in gähnendem Desinteresse, ich konnte mich zu keiner Zeit auf die Geschichte einlassen. Auch technisch fehlt dieser Produktion einiges, ich hätte aufgrund der Affiche einfach mehr CGI-Einsatz erwartet. Der dann gegebene Gelbfilter hat mich nach spätestens 40 Minuten ziemlich genervt. Ich habe mich wirklich geärgert! Der Anlauf stimmte, doch beim Absprung ging einiges schief...
Im Vergleich mit Krösus „Casshern“ ein ziemliche Ohrfeige für dieses Japolnische Werk, welches Aufgrund des netten Scores und meiner guten Laune gerade noch auf knappe 4 gelb gefilterte Punkte kommt.
Wenigstens hat mir das Schreiben dieser Kritik Bock auf eine neuerliche Portion „Casshern“ gemacht!

Öde Zukunftsvision mit teilweise netten Effekten aber über die gesamte Laufzeit schlicht zu langweilig. Musikalisch ansprechend, ansonsten eher zweifelhaftes Filmvergnügen ohne ersichtliche Höhepunkte.







