Der T-Virus ist nicht aufzuhalten: Gut 99% der gesamten Weltbevölkerung wurde durch die Seuche bereits dahingerafft. Eine kleine Gruppe Überlebender befindet sich auf einer ziellosen Flucht durch die Weiten der Wüste, auch Ihre Hoffnung beginnt zu schwinden.
Die aus den ersten beiden Teilen bestens bekannte Alice befindet sich ebenfalls auf ständiger Flucht vor den Untoten – und vor der Umbrella-Corporation, welche noch immer auf der Suche nach ihr ist. Alice und die restlichen Überlebenden stossen auf einen Hinweis, der Virus soll Alaska nicht erreicht haben und ganze Kolonien von Menschen sollen dort ein friedliches Leben abseits von Tod und Vernichtung führen. Sie beschliessen die Reise in den hohen Norden anzutreten.
Tief unter der Erde forscht Dr. Isaacs weiterhin am Projekt „Alice“, sein Ziel ist die Erschaffung eines perfekten Alice-Klons, um aus ihrem Blut dann ein Heilmittel gegen den Virus zu kreieren. Für sein Ziel geht Isaacs über Leichen und überschreitet mehrfach seine Kompetenzen und stellt Alice eine tödliche Falle – doch Kampflos gibt sich Alice nicht geschlagen...
Ok, Resident Evil 3. Irgendwie hab ich mich schon lange auf den Titel gefreut, denn ausnahmsweise konnte ich mal mit beiden Vorgängern etwas anfangen.
Teil 1 war Nahe am Spiel, eher ruhig und überzeugte durch eine sexy Jovovich. Teil 2 war weniger Nahe am Spiel, ziemlich Actionbeladen und überzeugte durch eine sehr sexy Jovovich. Was kann man also von Teil 3 erwarten...? Genau, kaum noch als Game-Verfilmung erkennbar, dafür die reinste Action-Apocalypse und eine wahnsinnig sexy Jovovich! Toll, wenn die gestellten Erwartungen dann auch tatsächlich mal erfüllt werden!
„Resident Evil: Extinction“ sucht nie nach Erklärungen. „Resident Evil: Extinction“ versucht noch nicht einmal eine halbwegs kluge Story auf die Beine zu stellen. Nein, der Film verfolgt über die ganze Spielzeit lediglich ein Ziel: Unterhaltung. Der Film ist in ständiger Bewegung, die Action-Szenen erinnern zum Teil an beste Michael-Bay-Bad-Boys-Tage. Dann nimmt man hier und da noch einen gut gefüllten Kübel Kunstblut, meiert damit alles voll, tattaaaaa! Alle sind Happy! Man zieht dieses Konzept über die 95 Minuten durch und daraus resultiert ein zwar bescheiden intelligenter, dafür umso unterhaltsamer Filmspass. Ehrlich, es kommt selten vor, dass ich während eines Filmes auf die Uhr schaue und feststelle, dass bereits 76 Minuten Spielzeit rum sind. Für mich ein klares Zeichen dafür, dass ich dem Film meine volle Aufmerksamkeit geben konnte, ohne mich zu langweilen. Und irgendwo steckt hinter dieser Idee auch der eigentliche Sinn der Filmwelt, oder?
Ebenfalls positiv fand ich die Idee, den Film dieses mal nicht in den Mantel der Dunkelheit zu hüllen, sondern die ganze Angelegenheit in die sonnige Wüste zu verlegen. Mutige Entscheidung, die sich – wie ich finde – durchaus gelohnt hat.
Natürlich darf man nicht vergessen, dass hier durchaus einiges falsch gemacht wurde. Die Story ist wirklich lächerlich und überhaupt nicht der Rede wert. Selbst die eigentliche Pointe (Flucht nach Alaska) erweist sich im Endeffekt als reine Attrappe – die ganze Sache geht schon nach wenigen Minuten total unter. Die Logiklöcher sind teilweise fast schon grotesk lachhaft, ganze Dialogpassagen spotten jeder Beschreibung und ergeben überhaupt keinen Sinn. Die Figuren sind mit Ausnahme von Jovovich meiner Meinung nach sehr schlecht getroffen (M’Kay, Oded Fehr war nett), ich konnte bis auf Jovovich wirklich keine einzige Rolle abkaufen. Die Produktionskosten werden also sicherlich nicht im Cast verloren gegangen sein...
Schuster, bleib deinen Leisten! Der Film WILL keinen Sinn vorgaukeln. Er WILL keinen Oskar für die besten Nebendarsteller. Er WILL keine Botschaft vermitteln. Nein, er will doch nur spielen... Und das tut er! Action, cooler Soundtrack und ein teilweise recht hoher Gewaltgrad haben mich gut bedient. Und wenn die Story zu nerven anfing, hab ich mir kurz die freundlichen Jovovich-Beine angesehen und vergessen war der inhaltliche Irrsinn! Prädikat: Unterhaltend. Nicht mehr – aber mit Sicherheit auch nicht weniger.
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