
| Titel: | Highway Psychos |
| Produktionsjahr: | 2001 |
| Herstellungsland: |    |
| Genre: | Thriller |
| Regie: | Scott Reynolds |
| Darsteller: | Radha Mitchell, Josh Lucas, Barry Watson |
| Laufzeit: | 96 Min. |
| Altersfreigabe: | 16 |
| Kaufen: | amazon.de |
| Links: | imdb - ofdb |

Beth (Radha Mitchell) betreibt ein abgelegenes kleines Restaurant am Highway. Normalerweise ist nicht viel los und Beth hätte nichts gegen ein wenig Aufregung, aber an diesem einen Morgen kommt es schlimmer als erwartet. Frühmorgens taucht im Diner Jack (Barry Watson) auf, der nicht nur körperlich ziemlich mitgenommen aussieht. Er erzählt Beth eine haarsträubende Geschichte von drei Surfern, die ihn beinahe umgebracht hätten und jetzt auf der Suche nach ihm sind. Beth ist zwar misstrauisch, versteckt ihn aber trotzdem im Hinterzimmer. Kurz danach tauchen tatsächlich drei Surfer auf der Suche nach Jack auf – nur hört sich bei denen die Geschichte anders an: laut den dreien ist Jack ein psychopathischer Killer, der sie angegriffen hat. Jack ist in der Zwischenzeit abgehauen – wem soll Beth jetzt glauben? Wer ist Jäger, wer Gejagter? Dorsheriff Bryce (Kevin Anderson) ist keine große Hilfe – zumal Beth ihn vor ein paar Tagen gerade noch davon abhalten konnte, sie zu vergewaltigen. Also fängt Beth auf eigenen Faust an zu recherchieren – uns muss bald feststellen, dass zu viel Aufregung auch nicht gesund ist…


Wer kennt sie nicht, die Ramsch-Auslagen in Warenhäusern. Darin befinden sich meist genau diejenigen Filme, die man sich unter keinen Umständen antun sollte – längst vergessener und kaum verkäuflicher Müll. In einem solchen Topf findet man wohl auch am ehesten die DVD von „Highway Psychos“, den ich an dieser Stelle kurz besprechen möchte.
Ich fange ausnahmsweise mal mit einer negativen Anmerkung an: Viel dümmer hätte der deutsche Titel kaum gewählt werden können. Wie man von „When Strangers Appear“ auf „Highway Psychos“ kommt, ist mir schleierhaft, zumal der Film nicht wirklich viel mit Highways zu tun hat (eigentlich gar nichts – oder hab ich da was verpasst?).
Egal, stürzen wir uns ins Geschehen!
Regisseur Scott Reynolds ist es gelungen, eine simple Story clever zu verpacken. Gekonnt inszeniert er ein spannendes Verwirrspiel um die bemitleidenswerte Beth (gut gespielt von Radha Mitchell), welche es sehr schwer hat herauszufinden, wer eigentlich Freund oder Feind ist. Dieser Frage widmet sich der Film gut und gerne 70 Minuten, bevor er dann in einem etwas überladenen Ende leicht untergeht. Richtig toll fand ich die Tatsache, dass der Zuschauer selber ziemlich lange brauchen dürfte um herauszufinden, worauf das Ganze hinausgehen wird. So bleibt die Spannung stets erhalten. Schade, dass gewisse im Film auftretende Faktoren nicht näher erleuchtet werden, denn so wirken diese Aspekte ein wenig wie ideenlose Lückenfüller.
Der Cast ist zwar ziemlich unbekannt, doch für die vorgelegte Geschichte gut getroffen. Die Leistungen der Schauspieler erfüllen den Zweck der Übung bedenkenlos.
Technisch gibt es kaum was zu bemängeln, man darf wohl von solidem Handwerk sprechen ohne besonders erwähnenswerte Tricks. Der Film ist weitgehend unblutig, meines Erachtens eine gute Entscheidung, denn so geht die wirklich interessante Story nicht unnötig in Kunstblut unter. Der Pyro-Einsatz am Ende hat bei mir ein Stirnrunzeln ausgelöst, ich habe den tieferen Sinn hinter dieser Szene nicht ganz finden können.
Nun, was bleibt? Es bleiben 95 Minuten solide Unterhaltung mit gutem Preis/Leistung Verhältnis. Nicht alles, was in den zu Beginn erwähnten Billig-DVD-Sammelkisten zu finden ist, muss zwingend Müll sein...

Unbekannter und durchaus positiv überraschender Thriller mit sehr gutem Spannungsaufbau und geradliniger Story. Leichte Schwächen im Abgang und die eine oder andere Logiklücke trüben das Vergnügen ein wenig. Alles in Allem gutes Popcorn-Abendprogramm!







