
| Titel: | Inside (À l'intérieur) |
| Produktionsjahr: | 2007 |
| Herstellungsland: |  |
| Genre: | Horror, Thriller |
| Regie: | Alexandre Bustillo, Julien Maury |
| Darsteller: | Béatrice Dalle, Alysson Paradis, Nathalie Roussel |
| Laufzeit: | 82 Min. |
| Altersfreigabe: | ungeprüft |
| Kaufen: | laserzone.ch |
| Links: | imdb - ofdb |

4 Monate sind vergangen, seit die hochschwangere Sarah bei einem Autounfall ihren Ehemann verloren hat. Dem Einwand ihrer Mutter zum Trotz, verbringt Sarah die letzte Nacht vor der Entbindung alleine in ihrer Wohnung – in der Hoffnung, dem seelischen Schmerz so besser entgegentreten zu können. Im Verlaufe des Abends ersucht eine unbekannte Frau um Einlass in Sarahs Wohnung. Trotz mehrmaliger Ablehnung und zur Hilfe eilender Polizei lässt die Unbekannte nicht locker: Sie schleicht sich in die Wohnung und überrascht Sarah im Schlaf – ein brutales Katz-und-Maus-Spiel beginnt...


Momentan erlebt die Filmwelt eine regelrechte Überflutung an Filmen, welche vorwiegend mit extrem brutalen Effekten zu überzeugen versuchen. Ob das Prequel zum „
Texas Chainsaw Massacre“, der harte Franzose "
Frontière(s)", die komplette „
SAW“-Reihe, die „
Hills have Eyes“-Remakes, die beiden „
Hostel“-Besuche – alle greifen sie tief in die Gore-Kiste, um den Zuschauern möglichst harte Szenen aufzutischen. Leider bleibt in solchen Fällen oftmals die Story ein wenig auf der Strecke. „
À l'intérieur“, so der Originaltitel des französischen Machwerks der beiden Regisseure
Alexandre Bustillo und
Julien Maury, reiht sich in diesem Fall nahtlos in die erwähnte Reihe ein.
Das Hauptverkaufsargument von „
Inside“ ist völlig klar: Der Härtegrad. Und an dieser Stelle kann ich bedenkenlos anmerken: Der Film ist unglaublich brutal. Hier wurden wirklich sämtliche Register gezogen, es wird geschossen, gestochen, geschlagen, geschnitten, gespiesst – des Gorehounds Herz wird Sprünge machen! Dem Ideenreichtum wurden wirklich kaum Grenzen gesetzt. Zudem ist die Inszenierung dieser Szenen grandios gelungen, die Effekte sind wirklich super. Auch die Rahmenbedingungen stimmen, die Kulissen sind stimmig beleuchtet und vermitteln dem Zuschauer stets ein unbehagliches Gefühl.
Gut getroffen auch das Casting der beiden Hauptdarstellerinnen,
Alysson Paradis kann wunderbar schreien und
Béatrice Dalle gibt eine überzeugende Psychopathin ab. Die Nebenfiguren agieren allerdings ab und an ein wenig unbeholfen, was allerdings wegen den kurzen Auftritten kaum ins Gewicht fällt.
Wie so oft bei solchen Filmen, ist auch bei „
Inside“ das Sorgenkind in der Story zu suchen. Die Geschichte ist ultraflach. Würde man die Gewaltszenen entfernen hätte man vielleicht noch 20 Minuten Film auf dem Rohling. Die Konzentration ist so deutlich auf der Gewalt, dass der Plot sehr schnell in den Hintergrund fällt, was ich sehr schade finde, denn der Beginn hätte durchaus Stoff für eine tolle Geschichte liefern können. Sei’s drum, wegen der Story schaut man ja keinen solchen Film, oder?
Es geht um den roten Lebenssaft, der möglichst originell in Szene gestellt werden soll. Und wie bereits erwähnt gelingt es auch. Manchmal (genauer gesagt am Schluss) gelingt es aber in meinen Augen gar zu sehr – das Ende ist so was von hart... Für meine Verhältnisse deutlich zu hart! Das will doch keiner sehen, oder etwa doch?
Nichts desto trotz: „
Inside“ ist kein grosser Denkerfilm, aber weiss durchaus zu unterhalten. Ich hab in diesem Genre schon deutlich grösseren Mist gesehen. Doch man muss schon ein bisschen gewarnt sein: Ab und an sind starke Nerven gefordert!

Ultrabrutaler Film aus der Horrorhochburg Frankreich, welcher mit gelungenen Effekten punkten kann. Die Story ist zweitrangig, von daher kann man die mangelnde Tiefe problemlos entschuldigen. Teils fast zu hart!







