
| Titel: | John Rambo |
| Produktionsjahr: | 2007 |
| Herstellungsland: |  |
| Genre: | Action, Krieg |
| Regie: | Sylvester Stallone |
| Darsteller: | Sylvester Stallone, Julie Benz, Paul Schulze |
| Laufzeit: | 87 Min. |
| Altersfreigabe: | keine Jugendfreigabe |
| Kaufen: | Amazon.de |
| Links: | imdb - ofdb |

"John Rambo" (Silvester Stallone) führt ein zurückgezogenes Leben im Norden Thailands. An der Grenze des Landes zu Burma wütet allerdings schon seit sechzig Jahren der weltweit längste Bürgerkrieg: der Burmesen - Karen Konflikt. Rambo, der in den Bergen lebt, und seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf selbst gefangener, giftiger Schlangen verdient, hat das Kämpfen jedoch schon lange aufgegeben.
Dies soll sich aber ändern, als eine Gruppe von Missionaren auftaucht und den "Amerikanischen Fluss-Führer" Rambo bitten, sie den Fluss hinauf zu einem Flüchtlingslager zu führen. Sie wollen die dort lebenden Berg-Stamm Karen mit Medizin, Nahrungsmitteln und Bibeln versorgen. Zögernd willigt Rambo schließlich ein.
Wochen später erfährt Rambo, dass die Missionare nicht vom Flüchtlingslager zurückgekehrt sind, die Helfer aber lebend gesehen worden seien, eingeschlossen in einem Burmesischen Armee-Camp. Obgleich Rambos Abneigung gegen Gewalt immer noch allgegenwärtig ist, weiß er, dass seine Hilfe benötigt wird...


Indiana Jones. Rocky Balboa. John McClane. Ehrlich, es war doch nur eine Frage der Zeit, bis auch der gute John Rambo seine Auferstehung feiern würde. Um die Wiederbelebung der Legende war sogleich auch die Legende selbst besorgt: Stallone schnürt sich nicht nur das Tuch um die Stirn, sondern übernimmt auch gleich die Regie der inzwischen dritten Fortsetzung des Klassikers aus dem Jahre 1982.
Inhaltlich würde ich "John Rambo" an den zweiten Teil anlehnen. So muss der in die Jahre gekommene Held wieder im Dschungel hilflosen Geiseln aus der Patsche helfen. Das Ganze wird entgegen der Entwicklung im dritten Teil wieder sehr humorlos, die Schenkelklopfer wurden durch explizite Gewaltdarstellung ersetzt. "John Rambo" ist zweifelsohne der härteste Teil der Reihe und schmeisst dem Zuschauer zugleich einen sehr beachtlichen Bodycount vor die Füsse.
Sehr positiv fand ich das Tempo des Films, von Anfang bis Schluss zieht Stallone an einem einfachen roten Faden und lässt keinerlei Langeweile aufkommen. Rambo hinterfragt nicht, Rambo überlegt nicht. Rambo schiesst - und Rambo tötet. Punkt. Über Sinn oder Unsinn einer solchen Handlung lässt sich natürlich streiten. Aber über den Unterhaltungswert wohl kaum.
Was noch? Nun, schauspielerisch gibt es wenig bis nichts zu berichten, der ganze Film steht und fällt mit der Hauptfigur. Mich hat Stallone jedenfalls überzeugt, den Rambo kauf ich ihm noch immer bedenkenlos ab. Die Effekte sind wirklich überraschend hart inszeniert und stellenweise ein wenig übertrieben. Hollywood macht diesbezüglich im Moment eine merkwürdige Entwicklung durch - je härter, desto besser - oder vielleicht einfach lukrativer...?
Das berühmte Filmorakel-Fazit: "John Rambo" ist nicht annährend so grandios wie der erste Teil der Serie, aber trotzdem durchaus annehmbar. Wer mit harter Gewaltdarstellung seine liebe Mühe hat, sollte den Film allerdings besser meiden. Wer auf der Suche nach einer intelligenten Story ist, ebenso. Actionfans, die für 87 Minuten ihr Gehirn abschalten möchten und nach saichter Unterhaltung lechzen werden aber gut bedient.

Nicht sonderlich innovativ, doch trotzdem durchaus gelungene, kurzweilige Fortsetzung mit einem sehr überzeugenden Hauptdarsteller der offensichtlich von seiner Paraderolle nichts verlernt hat. Stellenweise etwas gar hart. Für Fans der ersten drei Teile ein Muss.







