
| Titel: | The Machine Girl |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Herstellungsland: |  |
| Genre: | Splatter, Trash |
| Regie: | Noboru Iguchi |
| Darsteller: | Minase Yashiro, Kentarô Shimazu, Tarô Suwa |
| Laufzeit: | 97 Min. |
| Altersfreigabe: | unrated |
| Kaufen: | laserzone.ch |
| Links: | imdb - ofdb |

Seit dem Tod beider Elternteile kümmert sich Ami aufopferungsvoll um ihren jüngeren Bruder Yu. Was sie nicht weiss: Yu und sein Kumpel Takeshi haben grosse Probleme mit den ortsansässigen Yakuza.
Als Yu und Takeshi nach einer Auseinandersetzung mit Sho, dem Sohn des Yakuzabosses, ihr Leben lassen, schwört Ami blutige Rache. Zusammen mit den Eltern von Takeshi und mit Hilfe von diversen "Utensilien" macht sich Ami auf die Suche nach den Tätern, um Vergeltung an ihnen zu üben...


Ich kann es einfach nicht lassen. Eigentlich gibt es keinen einzigen Trashfilm, der bei mir jemals eine gute Wertung erhalten hat. Trotzdem kann ich es einfach nicht lassen, mir wieder und immer wieder solche Streifen anzusehen! Sie scheinen mich irgendwie anzuziehen, es ist ein Fluch. Anders lässt sich diese neuerliche Investition kaum erklären.
"
The Machine Girl" versucht gar nicht erst, mit einer tiefgehenden Story aufzufahren. Meiner Ansicht nach ein Pluspunkt, denn so ist dem Betrachter bereits nach knapp 2 Minuten klar, worum es in diesem Film eigentlich geht: Die möglichst harte und blutige Darstellung sinnloser Gewalt. Und aus dieser Sichtweise lässt sich "
The Machine Girl" nun wirklich nicht lumpen. Unter entsetzlichem Geschrei fliegen in regelmässigen Abständen diverse Körperteile durch die Luft, es werden tennisballgrosse Löcher in Köpfe geschossen und das Blut fliesst in Hektolitern. Im menschlichen Körper fliessen ca. 5 Liter Blut - in "
The Machine Girl" scheint die Durchblutung der Opfer ein wenig angeregter zu sein... Was die wohl essen? - Soweit also die "Story".
Erfreulicherweise sind die meisten Effekte von Hand gemacht, denn die CGI lässt an den wenigen Einsatzstellen doch ziemlich zu wünschen übrig. Ok, wir sind noch immer im Trash, doch trotzdem, ein völliger Verzicht auf computergenerierten Mist wäre wohl besser gewesen. Nichts desto trotz ist alles recht ordentlich, für das Prädikat "Trash" fast schon zu gut! Bild und Ton sind qualitativ absolut redlich, auch kriegt man ab und an interessante Kameraperspektiven vor den Latz geknallt. Fand ich stimmig.
Worüber wollen wir noch reden? Die Schauspieler agieren mit einigen Ausnahmen recht solide, Hauptdarstellerin
Minase Yashiro war mir gänzlich unbekannt, überzeugt aber in ihrer Rolle als Racheengel und ist zweifelsohne sehr süss (Für diese Aussage wird mich meine Freundin möglicherweise töten, aber ich steh dazu!)...
Eigentlich hab ich mich bis dato nicht sonderlich über den Film beklagt, weshalb also nur 5 Punkte? Nun, ich erwartete eigentlich einen durch und durch trashigen Film, doch das ist "The Machine Girl" wirklich nicht. Es fehlt vor allem ein wichtiger Aspekt: Die unfreiwillige Komik. Es fehlen die Szenen die so schlecht sind, dass man sich vor Lchen kaum wieder einlenken kann. Die ganzen 97 Minuten waren mir einfach ein bisschen zu "edel", zu "professionell".
Fazit: Ich weiss, ich bin schwierig. Ist es zu sehr Trash, beschwere ich mich, weil der Film schlecht ist. Ist es zu wenig Trash, bin ich enttäuscht, weil ich nicht ab der unfreiwilligen Komik lachen darf... Inzwischen bin ich geneigt, bei Trashfilmen von "Hassliebe" zu sprechen. Ich mag sie wirklich nicht, doch kann ich einfach nicht ohne sie. Es ist magisch, es ist verflucht.
"
The Machine Girl" macht keinen Sinn und hat keine Botschaft, "
The Machine Girl" ist eine Aneinanderreihung komplett hirnloser Gewalt. Ein kurzweiliger Splatterfilm ohne grosse Innovationen und meines Erachtens kein Meilenstein des Genres. Für mich war's halt Durchschnitt, hartgesottene Gorehounds werden mehr Punkte einpflanzen. Eins ist aber sicher: Kommt wieder was ähnliches angeflogen - ich werde wohl nicht widerstehen können...

Extrem bluttriefender Hochglanztrash mit ordentlichem Schauspiel und idiotischer Story. Kurzweilig, jedoch für das Trashgenre lediglich "Business as usual".







