Dienstag, 27. Januar 2009
Prison Break (Season 1) 9/10
| Titel: | Prison Break Season 1 |
| Produktionsjahr: | 2005 |
| Herstellungsland: | |
| Genre: | TV-Serie, Drama, Thriller |
| Regie: | Diverse |
| Darsteller: | Wentworth Miller, Dominic Purcell, Robin Tunney |
| Laufzeit: | 928 Min. |
| Altersfreigabe: | 16 |
| Kaufen: | amazon.de |
| Links: |
Michael Scofield befindet sich in einer verzweifelten Situation: Sein Bruder Lincoln Burrows sitzt in einer Todeszelle des Fox River State Gefängnisses. Er wurde wegen des Mordes am Bruder der amerikanischen Vize-Präsidentin verurteilt. Eine Überwachungskamera hatte die Tat aufgenommen. Lincoln beteuert jedoch nach wie vor seine Unschuld: Er habe den Mann zwar tatsächlich töten wollen, als er an den Tatort kam, sei jener aber schon tot gewesen.
Niemand glaubt ihm – außer seinem Bruder. Nachdem alle legalen Mittel ausgeschöpft sind, um die Hinrichtung zu verhindern, fasst Michael den tollkühnen Beschluss, Lincoln aus dem Gefängnis zu befreien. Als Ingenieur, der selbst am Umbau der Gefängnisanlagen beteiligt war, konzipiert er einen minutiös durchdachten Fluchtplan. Um ihn zu verwirklichen, begeht er einen halbherzigen Banküberfall, der zu seiner Verurteilung und Inhaftierung im gleichen Gefängnis wie sein Bruder führt.
Schnell lernt Michael jedoch, dass im Gefängnisalltag nicht alles so läuft, wie er es vorhergesehen hat. Und der Termin für Lincolns Hinrichtung steht bereits fest.
In der Zwischenzeit ermittelt die Anwältin Veronica Donovan, Lincolns Ex-Freundin, weiter in dem Mordfall. Sie war zuerst – wie alle anderen – von seiner Schuld überzeugt. Doch mehr und mehr regen sich in ihr Zweifel: Der Ermordete war Chef einer Firma für alternative Energien. Sein Tod könnte in Zusammenhang stehen mit den Interessen von Politik und Ölindustrie. Als Veronica Hinweisen auf Lincolns Unschuld nachgeht, heften sich auf einmal zwei Geheimagenten an ihre Fersen.
Vorweg: Ich bin eigentlich kein grosser Fan von TV-Serien. Das Hauptproblem liegt darin, dass man beim Verpassen einer einzigen Folge den roten Faden meistens total verliert. Da schaust du dir 12 Folgen an, vergeigst dann die verflixte 13 und schon hast du den Salat. Nun gut, um dieser Gefahr zu entgehen gibt es einen recht guten Lösungsansatz: Man kauft sich die komplette Staffel einfach auf DVD - und genau das hab ich bei der ersten Season von "Prison Break" getan…
Ich muss noch was vorwegnehmen: Ich habe diesen Kauf zu keinem Zeitpunkt bereut. Die Geschichte des zu unrecht inhaftierten Lincoln Burrows und seines genialen Bruders Michael Scofield packt schon in den ersten Minuten und hält den Zuschauer während jeder einzelnen Folge gekonnt bei Laune. Hier mal ein paar passende Adjektive: Spannend, aufregend, intelligent, witzig, nervenaufreibend, verzwickt, überraschend, cool - die Story hat wirklich unheimlich viel Fleisch am Knochen und versetzt den staunenden Zuschauer sehr schnell in einen kaum unterdrückbaren Suchtzustand. Ist die eine Folge fertig, will man sofort die nächste sehen. Man muss doch wissen, wie es weitergeht!
Ebenfalls ganz toll ist die Liebe zum Detail. Die Macher haben sich Zeit gelassen, nichts wirkt überhastet. Der Ausbruch wurde von Scofield minutiös geplant und das soll auch der Zuschauer mitkriegen. Stück für Stück wird das Puzzle zusammengesetzt und mit jedem gelösten Rätsel wird ein neues aufgedeckt. Der Spannungsbogen ist bemerkenswert! Die wenigen an der einen oder anderen Stelle auftauchenden Logiklöcher kann man angesichts des Umfangs der Serie bedenkenlos verzeihen. Dass die Geschichte mit der letzten Folge der ersten Staffel nicht endet, versteht sich natürlich von selbst - schliesslich besteht die Serie aus ganzen vier Staffeln…
Erwähnenswert sind auch die Darsteller. Ihre Leistung wird vor allem dann deutlich sichtbar, wenn man den direkten Vergleich mit deutschen Serienschauspielern zieht. Da liegen Welten dazwischen! Die Rollen sind durchwegs passend besetzt und der Cast ist mit viel Herzblut bei der Sache. Einen besonders hübschen Kranz muss man Wentworth Miller flechten, ich habe selten einen charismatischeren Darsteller gesehen. Topbesetzung!
"Prison Break" hat mich in die Welt der TV-Serien mitgenommen - und in dieser Welt werde ich mich wohl noch eine ganze Weile aufhalten. Eine grossartige und äusserst innovative Geschichte, die man sich für Zwischendurch, oder aber auch abendfüllend geben kann. Natürlich kein Godard oder Jodorowsky, aber das muss eine TV-Serie auch nicht sein. Jedenfalls die wohl spannendeste Unterhaltung, die man in 40-Minuten-Portionen packen kann!
So, genug geredet - ich muss die nächste Folge der zweiten Staffel schauen…
"Prison Break" ist sowas wie die Langfassung von "Die Vergessenen". Clever, rasant und immer spannend - der langanhaltende Spass ist garantiert!
Vorsicht: Macht definitiv süchtig!
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