Sarah hat Glück im Unglück: Nach einer Rafting-Tour mit zwei Freundinen geraten sie, ihr Mann und deren beider Tochter in einen schlimmen Verkehrsunfall, den nur sie überlebt.
Ein Jahr später treffen sich die drei Girls wieder - diesmal ist Höhlenklettern angesagt. Für diesen Tripp haben sich auch drei weitere Bekannte gemeldet, zu sechst geht's ab zur Höhle. Juno, Reiseleiterin, denkt nicht mal daran, die bekannte Route durch das Höhlensystem zu nehmen - sie will mehr und lotzt die Gruppe in unbekannte, noch dunklere Höhlen. Es kommt wie es kommen muss - der Weg wird hinter den Mädchen verschüttet, es bleibt nur die Flucht nach vorne. Doch da sind die sechs Frauen nicht ganz allein...
Vor einiger Zeit sah ich diesen Film im Kino, meine Erwartungshaltung war eigentlich völlig neutral. Ich muss zugeben, dass ich sehr positiv überrascht wurde! "The Descent" hat eigentlich alles, was ein richtig guter Horrorfilm haben muss: Interessante, leicht zu folgende Story, extrem düstere Umgebung mit genialer Atmosphäre, gut platzierte Schockeffekte, grosser Spannungsaufbau. Selbst die Härte kommt überhaupt nicht zu kurz: Eine Kinofreigabe ab 16 fand ich sehr grosszügig - "The Descent" war der härteste Kinofilm des Jahres 2005.
Überzeugend auch der Auftritt der mir gänzlich unbekannten Schauspielerinnen, sie konnten mir ihre Charaktere allesamt glaubwürdig verkaufen. Zwar wirkt der Film anfänglich etwas nervend: Sechs Frauen in einer Hütte kann ganz schön Ätzend sein... Mit dem hinuntersteigen in die Höhle nimmt der Streifen dann aber Fahrt auf - und steigert sich bis zum (extrem guten und überraschenden) Ende.
Mir lag für diese Kritik die UK Code 2 vor, die mit einem sehr langen und interessanten Making of aufwartet - eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung eines wirklich coolen Horrorfilms!