Freitag Abend, wieder mal nix los. Vier Jugendliche beschliessen aus lauter Langeweile, eine Tankstelle zu überfallen. Kurzerhand werden die Angestellten inklusive Chef verprügelt und die Tageseinnahmen einkassiert. Ein lohnendes Geschäft!
Samstag Abend, schon wieder nix los! Was tun? Na klar! Die SELBE Tankstelle nochmals überfallen! (welch geistreicher Plan) Leider gähnt ihnen diesmal die Kasse eine tiefe Leere entgegen, das Geschäft scheint nicht gut gelaufen zu sein. Wie weiter? Ganz einfach: Die Angestellten + Boss werden als Geiseln genommen und der Tankstellenbetrieb fortan von den vier Hobbygangstern geleitet. Da diese allerdings keinerlei Tank-Erfahrungen aufweisen, treffen sie ständig auf verärgerte Kunden. Doch unsere Helden lassen sich sowas nicht bieten, eine aufregende Nacht beginnt...
"Attack the Gasstation" ist eine sehr erfrischende Koreanische Komödie, die in Korea ein reiner Zuschauermagnet war. Es wird schnell klar, warum dem so ist: Die Jokes sind gelungen, die Charaktere total Crazy, die Story sehr einfallsreich und das Geschehen gespickt mit viel Abwechslung. Es macht einen höllischen Spass zu sehen, wie sich die Situation immer mehr zuspitzt, bis sie sich am Ende in einem grandiosen Schlussbouquet entlädt.
Der Film ist Unterhaltung pur, mit gewissen Schwächen im Charakteraufbau. Wie erwähnt sind diese zwar sehr verrückt - leider aber oft ZU verrückt. Die Darstellung wirkt an gewissen Stellen dann doch sehr übertrieben. Zu vermerken ist aber, dass dieser Film vor allem den Humor Fernöstlicher Zuschauer treffen sollte - was ihm auch zweifelsohne gelang. Die Europäisch geeichten Witzkonsumierer werden aber unter Umständen ein bisschen Mühe bekunden.
Ich wurde jedenfalls grossartig unterhalten und habe mich vor allem ab dem wirklich guten Ende des Films göttlich amüsiert. Eine etwas andere Komödie aus der momentan genialen Filmhochburg Südkorea!