Montag, 17. Dezember 2007
My sassy Girl 10/10
The Girl: You know why the sky is blue?
Kyun-woo: Because the reflection from the sunshine causes...
The Girl: Wrong! It's to make me happy. I wanted it to be blue, so it's blue. You know why fire is hot? It's all for me. I wanted it to be hot, so it's hot. You know why we have four seasons here in Korea?
Kyun-woo: For you?
The Girl: Correct.
Oftmals ist es eine Frage des eigenen Befindens, welcher Film im DVD-Player landet. Nach einem stressigen Tag finden oftmals anspruchslose Werke den Weg auf den Schirm, sie eignen sich ideal um einfach mal abzuschalten. Fühlt man sich geistig Fit, darf es ruhig auch mal grosses Arthaus-Kino sein, welches gerne mal länger dauert und die Aufmerksamkeit des Zuschauers voraussetzt. Für jede erdenkbare Stimmung gibt es filmische Alternativen: Ob traurig, fröhlich, mysteriös, spannend, gewalttätig, schön, beruhigend, aufwühlend, glücklich stimmend – die Filmwelt bietet eine unzählige Anzahl von Möglichkeiten, einen Tag passend abzuschliessen.
Die Idee, den Abend dem Tag entsprechend würdig abzurunden war dann auch der Ursprung meiner Filmwahl, welche ich euch hier näher bringen möchte: Gespielt wurde „My sassy Girl“.
Der 25-jährige Kyun-woo bezeichnet sich selbst als typischen Studenten: Tagträumer, ohne klare Ziele vor Augen strapaziert er mit seiner faulen Einstellung die Nerven seiner Eltern. Seine Freizeit verbringt er meistens mit seinen Freunden in feuchtfröhlichen Runden – und auch gerne damit, auf die grosse Liebe zu hoffen. „Eine Romance, wie in den Comicbüchern“, wünscht er sich oft, ohne zu wissen, was da alles auf ihn zukommen wird...
Eines Abends fällt ihm eine junge Frau auf, die völlig betrunken in der Untergrundbahn auf die Gleise zu fallen droht. Beherzt rettet er die Dame aus ihrer misslichen Situation und bringt diese anschliessend in ein Hotel, damit sie ihren Rausch wohlbehütet ausschlafen kann. Was hätte Kyun-woo wohl getan wenn er gewusst hätte, dass diese Nacht so für ihn im Gefängnis enden wird?
Nach seinem Kurzaufenthalt im Gefängnis treffen sich Kyun-woo und das impulsive Mädchen regelmässig, es ist dies der Beginn einer etwas anderen Beziehung: „Ich mag keine betrunkenen Frauen. Aber sonst wäre sie genau mein Typ“ wenn er sich da nicht mal geirrt hat... Fortan überfährt sie Kyun-woo wie ein Panzer, droht ihm ständig mit dem Tode, sollte er Dies oder Jenes nicht für sie tun. Er kann sich sogar glücklich schätzen, wenn sie ihn ausnahmsweise nur verprügelt, denn das gehört noch zum Nettesten, was die junge Frau ihm gegenüber zu bieten hat. Doch komischerweise kommt er einfach nicht von ihr los, irgendwie sind sich die beiden so fern wie man nur sein kann – und trotzdem so nah... Eine turbulente Zeit beginnt...
Es fällt mir nicht leicht, „My sassy Girl“ zu beschreiben. Eigentlich muss man den Film erleben, um zu verstehen, was in ihm steckt. Müsste ich den Film in einem Satz beschreiben, ich würde es wohl so tun: Der Film ist Magie.
Es gibt viele mögliche Ansätze, den Zauber des Filmes zu rechtfertigen, doch fällt es schwer herauszufinden, welcher dieser Punkte letztendlich den Unterschied zu herkömmlichen Liebesfilmen ausmacht. Vielleicht die Tatsache, dass der Film wirklich auf einer wahren Geschichte beruht? Womöglich der Aspekt, dass ein Liebesfilm auch problemlos ohne eine einzige Kussszene funktionieren kann? Unter Umständen der Ansatz, dass das Titelgebende „sassy Girl“ alles andere als Herzlich ist?
Es ist jedenfalls klar, dass es dem Film jedenfalls nicht an Vielseitigkeit mangelt. Wirft man den Blick über den Teich in die USA und vergleicht dortige Romantik-Verfilmungen mit „my sassy Girl“ wird man den Zauber spüren, der vom koreanischen Werk ausgeht.
Ich glaube es sind die kleinen Momente, welche den Film derart Besonders machen. Der eine Augenblick, als das Mädchen zu Kyun-woo rüberschaut, der Tag, an dem Kyun-woo ihr eine Rose vorbeibringt, die Worte, welche Sie bei der gemeinsamen Wanderung ihm entgegenbringt, ohne dass er sie hören kann... Kurz: Der Film hat ein riesengrosses Herz. Die Geschichte steckt voller Überraschungen und selbst der geübte Zuschauer kann niemals wissen, was als nächstes passieren wird.
Ihr merkt vielleicht, ich tu mich richtig schwer eine schlaue Kritik zu schreiben, ihr mögt es mir bitte verzeihen, aber „my sassy Girl“ hat mich dermassen berührt dass es für mich wirklich enorm schwierig ist die richtigen Worte zu treffen...
Die schauspielerische Leistung der beiden Hauptprotagonisten ist schlicht umwerfend und trägt die ungewöhnliche Geschichte perfekt. Ich glaube kaum dass es möglich gewesen wäre, einen besseren Cast für diese Rollen zu finden, selbst wenn mir Tae-hyun Cha (Kyun-woo) und Gianna Jun (The Girl) vorher gänzlich unbekannt waren.
Es wurde wirklich an Alles gedacht: Set, Effekte, Sound und Kamera legen sich auf das selbe Niveau wie Story und Schauspiel, was in der Summe „My sassy Girl“ schon mal hoch verdiente 8/10 Punkte einbringt. Hätten wir also noch den in Liebesfilmen jeweils entscheidende Moment: Das Ende.
Was wurde in guten Romanzen doch hier schon alles verbockt! Gleich Reihenweise verfielen ansonsten gute Filme am Ende in den totalen Kitsch, dieser Gefahr wurde natürlich auch „My sassy Girl“ ausgesetzt – um es dann mit an Perfektion grenzende Leichtigkeit zu umkurven. Leute, im Ernst, um am Ende von von „My sassy Girl“ nicht tief berührt zu sein, muss man entweder den Film nicht gesehen haben oder tot sein. Andere Alternativen gibt’s nicht.
Also, rechnen wir ab! Wir haben wie erwähnt die 8/10 Punkte für den Gesamteindruck und für den Schluss kann es nur die noch fehlenden 2/10 Punkte werden, alles Andere wäre eine Beleidigung für dieses Meisterwerk.
Einzig die Tatsache, dass für 2008 in den USA ein Remake dieser Perle geplant ist, trübt das Filmerlebnis ein wenig. Trotzdem verdient sich „My sassy Girl“ eine Kerbe in meinem Herzen und wird für mich stets das Original bleiben, komme was wolle.
Ich habe einen meinem Gemüt entsprechend passenden Film gesucht – und in „My sassy Girl“ gefunden. Ich habe gelacht, habe mich gefreut, hab mitgelitten, hab mitgeweint... Ein grandioser Film.
The Girl: What do you want to order?
Kyun-woo: Cherry Jubilee... wait... I'll have Mango Tango... or Shooting Star... Jamonka Almond sounds good too... Okay, I'll just have Love Me.
The Girl: Wanna die? Drink coffee!
10/10 Punkte
Kyun-woo: Because the reflection from the sunshine causes...
The Girl: Wrong! It's to make me happy. I wanted it to be blue, so it's blue. You know why fire is hot? It's all for me. I wanted it to be hot, so it's hot. You know why we have four seasons here in Korea?
Kyun-woo: For you?
The Girl: Correct.
Oftmals ist es eine Frage des eigenen Befindens, welcher Film im DVD-Player landet. Nach einem stressigen Tag finden oftmals anspruchslose Werke den Weg auf den Schirm, sie eignen sich ideal um einfach mal abzuschalten. Fühlt man sich geistig Fit, darf es ruhig auch mal grosses Arthaus-Kino sein, welches gerne mal länger dauert und die Aufmerksamkeit des Zuschauers voraussetzt. Für jede erdenkbare Stimmung gibt es filmische Alternativen: Ob traurig, fröhlich, mysteriös, spannend, gewalttätig, schön, beruhigend, aufwühlend, glücklich stimmend – die Filmwelt bietet eine unzählige Anzahl von Möglichkeiten, einen Tag passend abzuschliessen.
Die Idee, den Abend dem Tag entsprechend würdig abzurunden war dann auch der Ursprung meiner Filmwahl, welche ich euch hier näher bringen möchte: Gespielt wurde „My sassy Girl“.
Eines Abends fällt ihm eine junge Frau auf, die völlig betrunken in der Untergrundbahn auf die Gleise zu fallen droht. Beherzt rettet er die Dame aus ihrer misslichen Situation und bringt diese anschliessend in ein Hotel, damit sie ihren Rausch wohlbehütet ausschlafen kann. Was hätte Kyun-woo wohl getan wenn er gewusst hätte, dass diese Nacht so für ihn im Gefängnis enden wird?
Nach seinem Kurzaufenthalt im Gefängnis treffen sich Kyun-woo und das impulsive Mädchen regelmässig, es ist dies der Beginn einer etwas anderen Beziehung: „Ich mag keine betrunkenen Frauen. Aber sonst wäre sie genau mein Typ“ wenn er sich da nicht mal geirrt hat... Fortan überfährt sie Kyun-woo wie ein Panzer, droht ihm ständig mit dem Tode, sollte er Dies oder Jenes nicht für sie tun. Er kann sich sogar glücklich schätzen, wenn sie ihn ausnahmsweise nur verprügelt, denn das gehört noch zum Nettesten, was die junge Frau ihm gegenüber zu bieten hat. Doch komischerweise kommt er einfach nicht von ihr los, irgendwie sind sich die beiden so fern wie man nur sein kann – und trotzdem so nah... Eine turbulente Zeit beginnt...
Es gibt viele mögliche Ansätze, den Zauber des Filmes zu rechtfertigen, doch fällt es schwer herauszufinden, welcher dieser Punkte letztendlich den Unterschied zu herkömmlichen Liebesfilmen ausmacht. Vielleicht die Tatsache, dass der Film wirklich auf einer wahren Geschichte beruht? Womöglich der Aspekt, dass ein Liebesfilm auch problemlos ohne eine einzige Kussszene funktionieren kann? Unter Umständen der Ansatz, dass das Titelgebende „sassy Girl“ alles andere als Herzlich ist?
Es ist jedenfalls klar, dass es dem Film jedenfalls nicht an Vielseitigkeit mangelt. Wirft man den Blick über den Teich in die USA und vergleicht dortige Romantik-Verfilmungen mit „my sassy Girl“ wird man den Zauber spüren, der vom koreanischen Werk ausgeht.
Ihr merkt vielleicht, ich tu mich richtig schwer eine schlaue Kritik zu schreiben, ihr mögt es mir bitte verzeihen, aber „my sassy Girl“ hat mich dermassen berührt dass es für mich wirklich enorm schwierig ist die richtigen Worte zu treffen...
Es wurde wirklich an Alles gedacht: Set, Effekte, Sound und Kamera legen sich auf das selbe Niveau wie Story und Schauspiel, was in der Summe „My sassy Girl“ schon mal hoch verdiente 8/10 Punkte einbringt. Hätten wir also noch den in Liebesfilmen jeweils entscheidende Moment: Das Ende.
Also, rechnen wir ab! Wir haben wie erwähnt die 8/10 Punkte für den Gesamteindruck und für den Schluss kann es nur die noch fehlenden 2/10 Punkte werden, alles Andere wäre eine Beleidigung für dieses Meisterwerk.
Einzig die Tatsache, dass für 2008 in den USA ein Remake dieser Perle geplant ist, trübt das Filmerlebnis ein wenig. Trotzdem verdient sich „My sassy Girl“ eine Kerbe in meinem Herzen und wird für mich stets das Original bleiben, komme was wolle.
The Girl: What do you want to order?
Kyun-woo: Cherry Jubilee... wait... I'll have Mango Tango... or Shooting Star... Jamonka Almond sounds good too... Okay, I'll just have Love Me.
The Girl: Wanna die? Drink coffee!
10/10 Punkte
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