Inhaltsangabe Cover:
Als Simon im Krankenhaus erwacht, kann er sich an nichts erinnern. Weder an den Unfall, der ihn fast getötet hätte, noch an die zwei Jahre zuvor. Doch nur eine Beruhigungsspritze später dreht die Uhr sich zwei Jahre zurück und lässt Simon in der Vergangenheit aufwachen. Realität und Traum verschwimmen und für ihn beginnt ein Balanceakt zwischen den Zeitebenen. Simon muss herausfinden, was wirklich passiert ist - und zwar schnell.
Eigentlich sind mir diese Filme am liebsten. Ich spreche von den mir gänzlich unbekannten Titeln, auf denen ich nicht den Hauch einer Erwartung legen kann, weil ich schlicht noch nie von ihnen gehört habe. Oftmals hüte ich mich gar davor, die Inhaltsangabe zu lesen, da Diese in mir möglicherweise unberechtigte Hoffnungen wecken könnte.
So sass ich gestern also mit absolut Null Ahnung vor dem Fernseher und habe mir Roland Suso Richters Thriller "The I inside" gegeben - und war recht angetan!
Die Story ist ziemlich gut aufgebaut und überrascht mit häufigen Wendungen, die jeweils kaum zu erwarten sind. Der Film kommt ohne grosse Bewegung aus, er lebt sichtlich von seinen Dialogen. Auffällig oft bewirkten diese bei mir sogar eine Gänsehaut, der Spannungsgrad von "The I inside" ist meines Erachtens überdurchschnittlich hoch. Stilistisch wirkt das Ganze recht kahl, was die düstere Grundstimmung des Filmes positiv mitträgt. Es wird fast gänzlich auf Effekte verzichtet und viel Wert auf Storyaufbau und Schauspiel gelegt, vor allem dem nahezu ständig zu sehenden Simon (Ryan Phillippe) wird einiges abverlangt. Den verwirrten Jungen kauft man ihm grösstenteils schon ab, lediglich seine manchmal etwas zu lässige Art hat mich ein wenig gestört. Grossartig war die musikalische Untermalung, welche mich mit ihrer Ruhe an Filme wie "Memento" erinnerte. Toll bemessen ist auch die Spielzeit, die gut 87 Minuten lassen keine Langeweile aufkommen und treiben die Geschichte mit einem angenehmen Tempo voran. Leicht enttäuscht hat mich eigentlich nur das Ende, das hatte Pinhead in "Hellraiser: Inferno" besser im Griff (wer beide Filme gesehen hat, wird Parallelen nicht ausblenden können).
Fazit: Wirklich unterhaltender und spannender Thriller kleverem Plot. Am Ende hätte man ein bisschen mehr rumschrauben sollen, aber für eine nette kleine Abendunterhaltung ist "The I inside" auf jeden Fall ein Blick wert.