Ein durch die Natur gesandter Dämon vernichtete vor 300 Jahren die zivilisierte Welt fast vollständig. Wo grosse Städte ihre Türme in den Himmel ragen liessen, wuchert nun der Wald in seiner vollen Pracht. Manche Menschen haben gelernt, mit dem Wald zu leben, dürfen seine Wasserquellen nutzen und müssen sich an dessen Regeln halten. Andere wiederum, haben sich mit den veränderten Machtverhältnissen nie anfreunden können und bekämpfen den Wald mit aller Kraft.
Der junge Agito entdeckt in einer Höhle ein Mädchen, die während des Angriffes des Dämons vor vielen Jahren in einen künstlichen Schlaf gelegt wurde.
Sie ist die Tochter eines Wissenschaftlers, der zur damaligen Zeit eine Maschine entwickelte, die vor dem Wald und seiner Macht schützen sollte.
Dass sie nun wieder da ist und den Schlüssel zu dieser ultimativen Waffe besitzt, ist sowohl gefährlich für den Wald wie auch interessant für dessen Feinde. Die Jagd um die Gunst des jungen Mädchens beginnt, als einzige Hilfe steht dem Mädchen schon bald Agito zur Seite...
Der mir bis dato völlig unbekannte Anime aus dem Jahre 2006 fiel mir vor allem wegen seines ansprechenden DVD-Covers in die Hände. Dem Anime-Style ohnehin nicht ganz abgeneigt wagte ich den Blindkauf. Oft gehen solche Aktionen ja ziemlich mächtig in die Hose, im Fall von „Origin - Spirits of the past“ war dem aber nicht so.
Die originelle Story ist sehr zugänglich, auch wenn die mir vorliegende Version nur über Englische Untertitel verfügt. Mit durchschnittlichen Kenntnissen der Weltsprache ist es ein Leichtes dem Inhalt der Geschichte zu folgen. Allerdings liegt das problemlose Verständnis auch daran, dass auf eine nähere Erläuterung gewisser Aspekte weitgehend verzichtet wurde, um die Handlung rasanter voranzutreiben. Das mag vor allem am Ende schade sein, da wäre Mehr wohl wirklich mal Mehr gewesen.
Ebenso sieht es bei der Optik aus: Was am Anfang einfach nur genial aussieht (Wassereffekte wurden selten derart gut in einen Anime integriert), verliert am Ende an manchen Orten seinen Charme. Nennt mich einen Ignoranten, aber man könnte fast meinen, dass der Produktion am Ende das Geld ausging und an gewissen Orten gespart werden musste.
Trotzdem kann ich von einem wirklich liebevoll animierten Abenteuer berichten, dass meiner Meinung nach völlig zu unrecht einen solch unbekannten Status besitzt. Vergleicht man Regisseurs Keiichi Sugiyama Erstlingswerk mit Titeln aus dem Hause Ghibli wird man erfreut feststellen, dass die unbekannte Scheibe durchaus mit mancher Ghibli-Arbeit mithalten kann. Meiner Meinung nach zwar keine zweite „Prinzessin Mononoke“, aber ein besseres „Schloss im Himmel“.
Ich warte mit Vorfreude auf weitere Sugiyama-Titel...